Nach sechs Semestern Bachelor Wirtschaftsinformatik an der HTW Berlin, welches ich innerlich nach dem dritten Semester abgehakt hatte, beginne ich nun mit Rechtswissenschaften auf Staatsexamen an der Humboldt-Universität Berlin zu studieren.
Die sechs Semester an der HTW sind für mich keine verschwendeten Jahre meines Lebens gewesen. Ich habe nette Menschen kennen gelernt, habe eine Menge wichtiger Dinge über Prozesse und IT-Abläufe gelernt, die mir jetzt und in Zukunft sicherlich weiterhelfen. Ich habe aber gemerkt, dass mir der verschulte Bachelor, wie er an der HTW praktiziert wird, nicht zu sagt und ich einfach mehr Freiraum brauche! Ich konnte an ihr zwar meine Kurse unabhängig vom Semester belegen und zwischen Uhrzeiten wählen, eine wirkliche “Auswahl” gab es aber nicht. Der Stundenplan war quasi vom ersten bis zum letzten Semester durchgeplant. Was will man in sechs Semestern auch großartig machen…
Da ich neben dem Studium viel Zeit in die Piratenpartei, die Arbeit und 2010 auch in die Jungen Piraten gesteckt hatte, konnte ich die Regelstudienzeit unmöglich einhalten. Sechs Kurse pro Semester waren einfach zu viel! Vor allem wenn es sich dabei um Kurse wie Programmieren oder Datenbanken-Technik handelt, die nicht nur viel Zeit im Präsenz-Unterricht schlucken, sondern auch sehr viel in den Übungen.
Und durch Jura soll das jetzt besser werden?
Mehr Zeit als vorher werde ich sicherlich nicht haben
! Aber wenn mir etwas Spaß macht, dann ziehe ich das viel konsequenter durch als wenn es mir keinen Spaß macht! Mit vielen die Jura studieren oder es schon studiert haben, habe ich in den letzten Wochen gesprochen. Es soll anstrengend werden, keine Frage. Aber wenigstens darf ich mich streiten und meine eigene Birnen anstrengen xD !!!
Vieles wird auch durch die Wahl am 18. September beeinflusst. Werde ich dann im Abgeordnetenhaus sitzen oder in der Bezirksverordnetenversammlung von Lichtenberg? Einziehen werde ich auf jeden Fall! Neben der BVV Lichtenberg kann ich ohne Probleme Jura studieren, neben dem Abgeordnetenhaus wird dies wohl nicht so einfach möglich sein. Aber darüber mache ich mir erst Gedanken wenn es wirklich so weit ist!
Jetzt bin ich erst einmal glücklich, dass ich mit meinem 2,1er Abitur angenommen wurde. Ich habe mir aber sagen lassen, dass die vier Wartesemester aus der Bundeswehrzeit wohl eher der ausschlaggebende Grund waren…

